Applefred und seine Frau

„Applefred, gehst du bitte einkaufen“- erklingt es mit einer schönen, doch auch bestimmenden Stimme aus der Küche.

Seine geliebte Frau Dattellein war am Abend mit ihren Freunden verabredet und anscheinend sehr im Stress. „Wieder alles auf dem letzten Drücker“, dachte er- aber dafür liebte er sie auch.

Ihrer zerknautschten Gesichtsausdruck in ihrer doch so lieblichen Hülle.

 

 

Zettel in die Hand gedrückt und los ging es, ein Kuchen sollte es noch werden zum Abend. Die Frage, ob er nicht einen fertigen kaufen sollte, wurde schnellstens verneint „Applefred, du weißt doch, dass die ganzen Zusatzstoffe krank machen, wir wollen doch noch lange was von einander haben.“- ein kurzer Kuss und ab in den Supermarkt.

 

Taschen voll gefüllt mit Walnüssen, Sonnenblumenkernen, Zimt, Mandelmilch, Ahornsirup, Kokosraspeln und Kürbiskernen kam er zurück.

Kaum in der Tür schnappte sie sich den Beutel, legte die Datteln sowie die Sonnenblumenkerne in Wasser ein, zerhackte in schnellster Geschwindigkeit die anderen Zutaten und vermengte alles zu einem Brei.

 

Bei dem Anblick wurde ihm immer schwindelig, er machte sich aus dem Weg.

Seine Dattellein war schon fast zu spät dran, daher lies er schon einmal ungefragt den Wagen an und fuhr ihn vor die Tür.

 

Die Tür aufgeschlossen stand sie vor ihm, verzweifelt. „Applefred, ich habe die Äpfel vergessen- da wird doch der ganze Kuchen nichts.“

Grinsend greift er direkt hinter die halb geöffnete Küchentür, „Hier mein Herz, wie immer vergisst du sie und ich denke dran.“

 

Keine fünf Minuten in der Küche kam sie raus, strahlend, Kuchen in der Hand ging es los Richtung Party.

 

Zurück daheim angekommen bemerkte Applefred, dass sein Magen knurrte.

Er ging zum Kühlschrank, öffnete ihn und fand eine Miniversion des Kuchens darin.

 

„Danke, dass du meinen Apfelkuchen perfekt machst“.